Archivbild: Stefan Reisinger (HFC)

Fußball | 3. Liga Hallescher FC mit dem Rücken zur Wand gegen Viktoria Köln

Stand: 13.04.2024 09:06 Uhr

Mit fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz geht der HFC am Samstag gegen Köln in sein erstes von sechs Endspielen. Die Hoffnung ist groß, mit einer erfolgreichen Serie dem drohenden Abstieg noch zu entgehen.

Nach dem missglückten Debüt gegen den Aufstiegsaspiranten SSV Ulm (0:2) stehen dem Halleschen FC um Chef-Coach Stefan Reisinger nun sechs Finalspiele bevor. Auch wenn die Chancen historisch gesehen nicht die Besten sind, der HFC hat sein Schicksal selbst in der Hand. Denn mit Viktoria Köln, dem SC Verl, Borussia Dortmund II und Arminia Bielefeld stehen noch vier Duelle gegen die Konkurrenz aus der unteren Tabellenhälfte an.

Doch um den Glauben an einen Verbleib in der 3. Liga zu kräftigen, müsste als erster Schritt am Samstag ein Sieg in Köln her. Mit zehn Punkten Vorsprung auf den HFC könnte sich die Viktoria mit einem Sieg wohl auch den letzten Abstiegssorgen entledigen - siegt Halle, wären beide Teams mitten drin im heißen Abstiegskampf.

Trainier-Wechsel als Katalysator

Punktgewinne müssen her, um die Hoffnung im Umfeld der Mannschaft zu erhalten, so sieht es auch HFC-Präsident Jürgen Fox, der mit dem Trainerwechsel zum Ex-Bundesliga-Spieler Stefan Reisinger sein vermutlich letztes Ass aus dem Ärmel gezogen hat, um einen "neuen Impuls in der Ansprache in die Mannschaft zu geben und die Lebensgeister ein wenig neu zu erwecken."

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Der Schlüssel dafür wird laut Reisinger in der Körperlichkeit liegen: "Die Kölner sind eine sehr spielstarke Mannschaft und haben mit (Luca) Marseiler und (André) Becker enorme offensive Qualität und körperliche Präsenz. Dafür müssen wir bereit sein. Und nach vorne müssen wir unsere Umschaltsituationen besser ausspielen."

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Landgraf auf dem Weg zum neuen HFC-Rekordspieler

Mit einer Portion Extra-Motivation dürfte HFC-Innenverteidiger Niklas Landgraf nach Köln fahren. Mit seinem 204. Einsatz im Trikot der Saalestädter wird der 28-Jährige Vereinslegende Toni Lindenhahn (203) als Rekordhalter mit den meisten Einsätzen in der 3. Liga ablösen. Ein Meilenstein, welchen er und seine Teamgefährten nur zu gern mit einem Auswärtssieg veredeln würden.

sbo